Screening-Sommer 2018

Das Aortenaneurysma: Schmerzlos und lebensgefährlich

Lange Zeit macht es sich überhaupt nicht bemerkbar. Aber dann – urplötzlich - ist der unerträgliche Schmerz da: Ein so genanntes Aneurysma ist geplatzt. Und blitzartig befindet man sich in absoluter Lebensgefahr.

Ein Aneurysma entsteht, wenn sich die Aorta, das größte Blutgefäß in unserem Körper, krankhaft erweitert. Es kommt  zu einer Aussackung, in der sich Blut so lange sammelt, bis das Aneurysma reißt. Die Erweiterung der Aorta betrifft am häufigsten die Bauchschlagader.

Info-Aktion „Screening-Sommer 2018“

Zusammen mit Ärzten und Praxen aus Pforzheim und der Region möchte die Klinik für Gefäßchirurgie am Siloah St. Trudpert Klinikum mit einer großen Info-Aktion für das Thema „Aortenaneurysma“ aufklären. „Bei der Zielgruppe der Männer ab 65 Jahren findet sich bei 5% der Männer ein behandlungsbedürftiges Aortenaneurysma.
Wer sich zur Vorsorge bei seinem Arzt screenen lässt, hat sehr gute Chancen, dass ein Aneurysma rechtzeitig entdeckt wird“, erläutert Chefarzt Dr. Kowalski die Aktion.
Weil gesetzlich krankenversicherte Männer ab 65 Jahren ein Mal im Leben Anspruch auf ein Ultraschallscreening zur Früherkennung von Bauch-Aortenaneurysmen haben, sollte ein Vorsorge-Screening in Anspruch genommen werden. „Denn in diesem Alter hat man entweder schon ein Aneurysma entwickelt oder eben nicht“, weiß der Chefarzt.

Folgende Ärzte und Praxen sind Partner der Aktion, bei ihnen und ihrem Hausarzt können Patientinnen und Patienten ein Screening durchführen lassen:

Dr. med. Michael Bambach, Maulbronn
Dr. med. Matthias Bittighofer, Pforzheim
Dr. med. Steffen Brenk, Pforzheim
Dr: med. Süleymann Davulcu, Pforzheim
Dr. med. Gregor Fröhlich, Königsbach-Stein
Dr. med. Martin Gengenbach, Pforzheim
Dr. med. Barbara Haegele, Heimsheim
Dr. med. Manfred Haehner, Pforzheim
Dr. med. Ralph G. Hammer, Pforzheim
Dr. med. Thomas Helder, Mühlacker
Dres. med. Ernst Höhn und Eva Maria Pach, Wurmberg
Dr. med. Jochen Hofmann, Birkenfeld
Fachärztin Ulrike Kluge, Königsbach-Stein
Dr. med. Peter Krumrey, Altensteig
Dr. med. Werner Kuhn, Pforzheim
Dres. med. Andre Lais und Thomas Lais, Eisingen
Fachärztin Helene Leinweber, Nagold
Dr. Dr. med. Axel Mahler, Bretten
Dr. med. Albrecht Maikler, Bad Wildbad
Dr. med. Anja Menzinger, Waldbronn
Dres. med. Gertrud Mund  und Claudia Franke-Schenk, Karlsbad-Spielberg
Dr. med. Peter Napiwotzky, Mühlacker
Dr. med. Till Neugebauer, Maulbronn
Dr. med. Paul Pitsch, Pforzheim
Dr. med. Hennig Praefcke, Remchingen
Dr. med. Günther Rapp, Knittlingen
Facharzt Matthias Roth, Kürnbach
Dr. med. Christina Sanwald, Pforzheim
Dr. med. Alexander Schleider, Pforzheim
Dr. med. Frank Schneider, Mönsheim
Dr. med. Marko Schröck, Pforzheim
Dr. med. Andreas Schuhmann, Pforzheim
Dres. med. Reto Schwenke und Kathrine Norrmann, Walzbachtal
Dr. med. Oliver Stütz, Pforzheim
Dr. med. Wilhelm Thamm, Schömberg
Dr. med. Stefan Trick, Pforzheim
Dr. med. Michael Volz, Ispringen
Dr. med. Roland Weil, Pforzheim
Dr. med. Mehdi Zamani, Bretten
Dr. med. Annette Zimmermanns; Kämpfelbach
 

7 Fakten zum Aortenaneurysma

Warum ist es so gefährlich?
Ein Aneurysma ist eine echte Zeitbombe, denn: „Es verursacht keine Schmerzen bei den Betroffenen.  Oft entdecken Hausärzte erst im Rahmen einer Routine-Untersuchung die krankhafte Veränderung“, so Dr. med. Thomas Kowalski, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie am Siloah St. Trudpert Klinikum.

Was sind die Ursachen?
Ursache für die meisten Aneurysmen ist eine Gefäßverkalkung, die zu einer Erweiterung der Brust-, Bauch- oder Beckenschlagader führt. In diese Erweiterung sammelt sich das Blut über die Zeit an und die Gefäßwand der Aorta platzt irgendwann regelrecht.

Wer ist betroffen?
Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen bilden Männer ab 65 Jahren die  Hauptrisikogruppe; sie sind wesentlich häufiger betroffen als Frauen im gleichen Alter. 

Was sind die Risikofaktoren?
Wer geraucht hat oder raucht, unter Arteriosklerose leidet oder es in der Familie bereits Fälle der Gefäßerweiterung gab, hat ein größeres Risiko, ein Aneurysma zu entwickeln, als andere.

Wie stelle ich fest, ob ich ein Aneurysma habe?
Eine Screening-Untersuchung mit Ultraschall ist schmerzlos und strahlenfrei. Hierbei kann man sehen, ob sich die Aorta erweitert hat.

Wann wird es kritisch?
Ist ein Aneurysma erst mal entstanden, kann es nicht mehr kleiner werden. Indem
man die Blutfettwerte und den Blutdruck stabilisiert, kann allerdings ein weiteres
Anwachsen verlangsamt werden. Hat der Arzt eine Erweiterung festgestellt, kommt es auf den Durchmesser des betroffenen Gefäßes an: Weist das Aneurysma der Aorta einen Durchmesser von 5 cm und mehr auf, ist die Gefahr, dass es durch einen Gefäßwandeinriss platzt, gegeben. Gefäße mit einem Durchmesser von weniger als 5 cm müssen regelmäßig beobachtet werden.

Wann muss operiert werden?
Hat ein Aneurysma den Durchmesser von 5 cm und mehr erreicht, muss es operativ versorgt werden. Dies geschieht in der Regel mit einem minimal-invasiven (endovaskulären) Eingriff, bei dem eine Stent-Prothese über die Leistenschlagader per Draht von innen in das Aneurysma eingebracht wird.

Realisierung & Design: Agentur Lorch