Systemische Therapieformen

Es handelt sich um Therapien, die den gesamten Organismus betreffen. Da hier vielfältige Wechselwirkungen mit den inneren Organen zu beachten sind, ist dies die Domäne der internistischen Onkologie. Insbesondere handelt es sich hierbei um die zytostatischen Chemotherapien, hormonelle Therapien und Immun- und Antikörpertherapien.

Kombinationstherapieformen der drei klassischen Therapiearten haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Um die Operationsmöglichkeiten eines Tumors zu verbessern, kann in einigen Fällen eine Chemotherapie oder Bestrahlung vor die Operation eingesetzt werden, um den Tumor zu verkleinern, d. h. operabel zu machen. Man spricht in diesen Fällen von einer neoadjuvanten Therapie im Rahmen multimodaler Konzepte. Abhängig vom Stadium der Erkrankung ist in manchen Fällen nach einer Operation eine Chemo- oder Strahlentherapie sinnvoll - in manchen Fällen auch beide Formen nacheinander oder sogar gleichzeitig. Wir sprechen in diesen Fällen von einer adjuvanten Chemo- oder Strahlentherapie. In anderen Fällen ist die gleichzeitige Chemo- und Strahlentherapie von Nutzen, da hierdurch Zytostatika die Sensibilität der Tumorkrebszellen für die Strahlentherapie verstärkt wird.

Die richtige Planung von einer Tumorbehandlung beginnt daher oft schon beim Verdacht auf eine Krebserkrankung. Schon die chirurgische Form einer Probengewinnung zur Sicherung der Erstdiagnose ist bei manchen Tumoren für den weiteren Verlauf der Erkrankung und für das Setzen von Metastasen von großer Bedeutung. Es ist daher fast immer sinnvoll, auch schon vor einer Operation das Vorgehen mit einem internistischem Onkologen zu besprechen, damit durch die Übernahme der richtigen Therapiekoordination die besten Chancen für den weiteren Verlauf gewährleistet wird bis hin zur Planung der Nachsorge.

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