Evang. Diakonissenverein Siloah

Der Evangelische Diakonissenverein Siloah ist Träger des Siloah St. Trudpert Klinikums mit 499 Betten, der Seniorenzentren Haus Maihälden und Heim am Hachel in Pforzheim und Keltern sowie Sonnhalde in Neuenbürg (zusammen 502 Plätze), des Bildungszentrums für Pflegeberufe Siloah und Enzkreis, der Fachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe sowie unserer Kindertagesstätte. » mehr

Als Akut- und Notfallkrankenhaus stehen rund um die Uhr Ärzte und Pflegekräfte bereit, um auch mit Unterstützung neuester radiologischer Diagnosegeräte Patientinnen und Patienten zu versorgen. Der im Mai 2009 fertiggestellte Hubschrauberlandeplatz mit einem Schockraum rundet unser Notfallversorgungsangebot ab, ein Notarztwagenstandort ist bereits vorhanden.

Auf der Grundlage des Christlichen Menschenbildes und unserer Selbstverpflichtung gemäß unserem Leitbild engagieren sich in unseren Einrichtungen täglich hervorragend ausgebildete Fachkräfte mit Sachverstand und Hingabe für Ihre persönlichen Anliegen. Wir freuen uns, Ihnen helfen zu dürfen und begrüßen Sie sehr gerne in unseren Häusern.

In kompakter Form haben wir Informationen für Sie aufbereitet und hoffen, dass Sie sich gut zurecht finden. Für Ihre Anregungen zur Verbesserung unseres Internetauftritts sind wir dankbar (Kontakt).

Mit den besten Wünschen
Dr. Gerhard Bossert
Vorsitzender des Verwaltungsrates

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Aktuelle Meldungen


Bohren, schrauben, fixieren: Übung macht den Operateur


22. August 2019

Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie übt mit Medizinstudenten Osteosyntheseverfahren

„Den Bohrer immer laufen lassen! Und die Schraube muss mit Druck eingedreht werden!“ Was sich eher nach einem Tipp aus einem Handwerker-Kurs anhört, war Inhalt eines Workshops im Siloah St. Trudpert Klinikum: Dr. Stephan Wiedmaier, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, gab mit Unterstützung des Medizintechnikunternehmens Zimmer Biomet  zehn Assistenzärztinnen und -ärzten sowie Studentinnen und Studenten im Praktischen Jahr die Möglichkeit, verschiedene Osteosynthesetechniken kennenzulernen. Diese operativen Verfahren kommen in der Unfallchirurgie bei gebrochenen bzw. verletzten Knochen zum Einsatz, um den Heilungsprozess zu unterstützen. „Frakturen werden bei der Osteosynthese mit passenden Schrauben, Metallplatten und Nägeln so zusammengehalten, dass der Knochen wieder zusammenwachsen kann“, beschreibt Dr. Wiedmaier. Mit Bohrer, Schrauben allerlei weiteren Utensilien ausgestattet, wurde es für die Workshopteilnehmer sogleich praktisch: An künstlichen Sägeknochen sollten einfache und komplexe Frakturen versorgt werden.

Voller Körpereinsatz
Eileen Queisser, PJ-Studentin, hat den Fall eines hüftgelenknahen Oberschenkelbruches vor sich. „Dieser Knochenbruch kommt vor allem bei älteren Osteoporose-Patienten nach einem Sturz vor“, weiß sie. Um den Bruch wieder zu stabilisieren, legt sie am Kunstknochen einen so genannten Gammanagel in mehreren Schritten ein. Dazu bringt sie unter anderem einen Marknagel – einen Nagel durch das Knochenmark – in den Oberschenkelknochen ein und führt eine Schenkelhalsschraube zur Fixierung und Stabilisierung der gebrochenen Knochenenden seitlich ein.
PJ-Student Johannes Möller setzt am anderen Stand währenddessen seine ganze Kraft ein, um bei einem Unterschenkelbruch eine Titan-Platte mit dem Knochen zu verschrauben und um die Fraktur mit dem minimal-invasiven Implantat zu versorgen. Der Schraubenzieher muss im richtigen Winkel angesetzt und gehalten, der Druck entsprechend dosiert werden und es wird deutlich: Operieren ist auch harte, körperliche Arbeit.

Hilfe für den Heilungsprozess
Ob nun Nagel, Schiene oder Platte: Sie alle verbleiben nicht auf Dauer im oder am Knochen, sondern haben eine temporäre Aufgabe. „Sie unterstützen den Heilungsprozess, indem sie den gebrochenen Knochen ruhigstellen und stabilisieren. Für den Patienten bringt das in vielen Fällen natürlich auch eine Schmerzlinderung. Viele Patienten können nach einer Osteosynthese den Knochen sogar wieder voll belasten“, erläutert Dr. Wiedmaier.

Vorbereitung auf den OP-Saal
Dass sie am offenen Kunstknochen bohren und schrauben konnten, machte es für die PJ-Studenten und Assistenzärzte in der Praxis verständlich; später, im OP, werden die Eingriffe minimal-invasiv durchgeführt und die Implantate über kleinste Einschnitte eingebracht. „Für uns war es sehr interessant, die Instrumente nicht nur zu sehen, sondern sie auch im praktischen Gebrauch kennenzulernen“, so das Resümee von Eileen Queisser am Ende des Workshops.



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