Evang. Diakonissenverein Siloah

Der Evangelische Diakonissenverein Siloah ist Träger des Siloah St. Trudpert Klinikums mit 499 Betten, der Seniorenzentren Haus Maihälden und Heim am Hachel in Pforzheim und Keltern sowie Sonnhalde in Neuenbürg (zusammen 502 Plätze), des Bildungszentrums für Pflegeberufe Siloah und Enzkreis, der Fachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe sowie unserer Kindertagesstätte. » mehr

Als Akut- und Notfallkrankenhaus stehen rund um die Uhr Ärzte und Pflegekräfte bereit, um auch mit Unterstützung neuester radiologischer Diagnosegeräte Patientinnen und Patienten zu versorgen. Der im Mai 2009 fertiggestellte Hubschrauberlandeplatz mit einem Schockraum rundet unser Notfallversorgungsangebot ab, ein Notarztwagenstandort ist bereits vorhanden.

Auf der Grundlage des Christlichen Menschenbildes und unserer Selbstverpflichtung gemäß unserem Leitbild engagieren sich in unseren Einrichtungen täglich hervorragend ausgebildete Fachkräfte mit Sachverstand und Hingabe für Ihre persönlichen Anliegen. Wir freuen uns, Ihnen helfen zu dürfen und begrüßen Sie sehr gerne in unseren Häusern.

In kompakter Form haben wir Informationen für Sie aufbereitet und hoffen, dass Sie sich gut zurecht finden. Für Ihre Anregungen zur Verbesserung unseres Internetauftritts sind wir dankbar (Kontakt).

Mit den besten Wünschen
Dr. Gerhard Bossert
Vorsitzender des Verwaltungsrates

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Aktuelle Meldungen


Knochentraining für angehende Ärzte


14. Mai 2018

PD Dr. med. Reichel zeigt Assistenzärztin Maren Dinkheller, wo sie am Felsenbein ansetzen und bohren muss.
Neues Felsenbeinlabor der HNO-Klinik am Siloah St. Trudpert Klinikum gibt Assistenzärztinnen und -ärzten die chirurgische Routine

Es sitzt im Innenohr und übernimmt auf engstem Raum wichtige Funktionen: Das Felsenbein ist nicht nur im Vergleich zu anderen ein ziemlich kleiner Knochen, sondern vor allem auch als härtester Knochen des menschlichen Körpers bekannt. Es schützt das Gleichgewichtsorgan und die Haarzellen im Innenohr. Die Härte des Felsenbeins bekommen vor allem Hals-Nasen-Ohren-Chirurgen zu spüren: Denn um etwa an Entzündungen des Mittelohrs oder an die Ursachen von Gesichtslähmungen zu gelangen, muss es regelrecht „ausgebohrt“ werden – chirurgisch eine höchst diffizile Region, da sich hier Hirnnerven wie der Gesichtsnerv, das Hör- und Gleichgewichtsorgan sowie wichtige blutführende Gefäße begegnen. Und weil Übung bekanntlich den Meister macht, haben Assistenzärztinnen und Assistenzärzte der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am Siloah St. Trudpert Klinikum nun die Möglichkeit, im eigenen Felsenbeinlabor an Modellen zu üben – jederzeit und so oft sie wollen.

Besonderes Ausbildungsangebot
„Es gibt wenige Kliniken unserer Größe, die über ein eigenes Felsenbeinlabor verfügen“, weiß PD Dr. med. Oliver Reichel. Dem Chefarzt der HNO-Klinik ist die chirurgische Routine wichtig, die die Assistenzärzte dadurch gewinnen. „In speziellen Ohr-Chirurgie-Kursen stehen natürlich vereinzelt praktische Übungen und Live-OP-Übertragungen auf dem Programm, um das Bohren am Felsenbein zu erlernen. Die Erfahrung und das Geschick, die Assistenzärzte in Vorbereitung auf ihre Facharztprüfung benötigen, erreichen sie damit aber nicht“, so der HNO-Chefarzt. Das eigene Felsenbeinlabor in der Klinik zu haben, bietet ein praktisches Training unter nahezu realen Bedingungen und ist eine Investition in den ärztlichen Nachwuchs. Als akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Heidelberg hofft man zudem, mit dem speziellen Angebot angehende Fachärzte für die Ausbildung an der HNO-Klinik in Pforzheim zu begeistern.

Bohranleitung inklusive
Sechs Assistenzärztinnen und -ärzte nutzen aktuell das Felsenbeinlabor der HNO-Klinik. Sie üben und bohren an Felsenbein-Modellen der Firma Phacon. Das knochenähnliche, mineralische Material mit naturgetreuem Gewebe bietet realistische Voraussetzungen für das OP-Training. Bis zu 10 Stunden dauert die intensive Bearbeitung eines Modelles. „Mindestens 50 Stunden lang - also fünf Modelle – sollte ein Arzt in der Weiterbildung bearbeitet haben, um fit am Felsenbein zu sein“, schätzt PD Dr. med. Oliver Reichel, der sogar eine detaillierte „Bohranleitung“ für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verfasst hat.
 



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