Evang. Diakonissenverein Siloah

Der Evangelische Diakonissenverein Siloah ist Träger des Siloah St. Trudpert Klinikums mit 499 Betten, der Seniorenzentren Haus Maihälden und Heim am Hachel in Pforzheim und Keltern sowie Sonnhalde in Neuenbürg (zusammen 502 Plätze), des Bildungszentrums für Pflegeberufe Siloah und Enzkreis, der Fachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe sowie unserer Kindertagesstätte. » mehr

Als Akut- und Notfallkrankenhaus stehen rund um die Uhr Ärzte und Pflegekräfte bereit, um auch mit Unterstützung neuester radiologischer Diagnosegeräte Patientinnen und Patienten zu versorgen. Der im Mai 2009 fertiggestellte Hubschrauberlandeplatz mit einem Schockraum rundet unser Notfallversorgungsangebot ab, ein Notarztwagenstandort ist bereits vorhanden.

Auf der Grundlage des Christlichen Menschenbildes und unserer Selbstverpflichtung gemäß unserem Leitbild engagieren sich in unseren Einrichtungen täglich hervorragend ausgebildete Fachkräfte mit Sachverstand und Hingabe für Ihre persönlichen Anliegen. Wir freuen uns, Ihnen helfen zu dürfen und begrüßen Sie sehr gerne in unseren Häusern.

In kompakter Form haben wir Informationen für Sie aufbereitet und hoffen, dass Sie sich gut zurecht finden. Für Ihre Anregungen zur Verbesserung unseres Internetauftritts sind wir dankbar (Kontakt).

Mit den besten Wünschen
Dr. Gerhard Bossert
Vorsitzender des Verwaltungsrates

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Aktuelle Meldungen


"Die Krebsforschung hat Riesenschritte gemacht“


02. Februar 2018

Dr. Sina Lotfi und Dr. Yves Dencausse leiten gemeinsam das Zentrum für Onkologie im MVZ am Siloah St. Trudpert Klinikum
Interview zum Weltkrebstag 2018

„Warum gerade ich?“, fragen sich viele Menschen, die die Diagnose Krebs erhalten. Auch wenn die Gründe der Erkrankung divers sind, so gut sind inzwischen dank vieler Vorsorgeprogramme bei vielen Krebsarten auch die Chancen, wieder gesund zu werden. Wie sich die Behandlung von Krebs in den vergangenen Jahren weiterentwickelt hat, wissen die beiden leitenden Onkologen Dr. med. Yves Dencausse und Dr. med. Sina Lotfi vom Zentrum für Onkologie im MVZ am Siloah St. Trudpert Klinikum. Im Zentrum für Onkologie werden jährlich über 2.000 Patienten onkologisch betreut und behandelt.

Vor einigen Jahren noch kam Krebs einer Todesdiagnose gleich. Heutzutage sind die Chancen, den Krebs zu besiegen, überwiegend gut. Was hat sich in der Krebsforschung getan?

Die Krebsforschung hat in den vergangenen Jahren Riesenschritte gemacht. Wir wissen heute u.a. dank Forschungsergebnissen aus der Biologie mehr als noch vor drei Jahren - vor allem, wie Krebs entsteht. Und das gibt uns wiederum Aufschluss darüber, wo man genau die Therapie ansetzen muss. So lassen sich die Erfolgsraten in der Krebsbekämpfung erheblich verbessern.

Wie hat sich die Behandlung von Krebs verändert?
Man behandelt heutzutage nicht mehr jede Krebserkrankung grundsätzlich mit einer Chemotherapie. Ein ganzheitlicher Ansatz hat sich in der Betreuung und Behandlung von Tumorpatienten durchgesetzt und bewährt. So erlangen wir u.a. mit einer zielgerichteten und individuellen Behandlung aber auch etwa mit einer Immuntherapie lange Überlebenszeiten bis hin zu einer Heilung. Im Kampf gegen den Krebs müssen alle an einem Strang ziehen: Wir arbeiten interdisziplinär und fächerübergreifend mit den Kliniken des Hauses, der externen Fachpraxen und Fachkliniken und informieren uns in den Tumorkonferenzen gegenseitig. Von der Diagnose über die Therapie bis zur Nachsorge arbeiten wir so Hand in Hand.

Was passiert genau in einer Tumorkonferenz?
In zwei Tumorkonferenzen pro Woche besprechen die Chef-, Ober- und Fachärzte alle Patientenfälle gemeinsam. Die Konferenz dient allen Kolleginnen und Kollegen dazu, sich gegenseitig ins Bild zu setzen, sich auszutauschen und gemeinsam über den weiteren Therapieverlauf der Patienten zu entscheiden. 

Was sind die Vorteile für den Patienten bei der interdisziplinären Krebsbehandlung?
Durch die koordinierte und zentrierte Zusammenarbeit können wir sofort mit der entsprechenden Behandlung starten. Die Patienten erhalten kurzfristig Behandlungstermine. Durch die optimale Verzahnung und den Austausch der verschiedenen Abteilungen und Praxen der jeweiligen Fachärzte im Klinikum entstehen keine langen Wartezeiten.

Wo sehen Sie die Krebstherapie in den nächsten 5 Jahren?
Krebs wird immer mehr zu einer Krankheit werden, mit der die Mehrheit der Betroffenen sehr gut leben kann, ohne dass die Lebensqualität sehr darunter leidet. Das machen der medizinische Fortschritt, die therapeutische und die soziale Begleitung – beispielsweise in Selbsthilfegruppen aber auch in der Palliativversorgung – möglich.



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